Geschichtliches
Der Dürrboden war früher im Sommer und Winter eine wichtige Säumerstation. Die alten Gebäude im Dürrboden zeugen heute noch von der bewegten Vergangenheit.
Vor dem beschwerlichen Aufstieg auf den Scalettapass stärkten sich die Säumer im Dürrboden und die Pferde wurden gefüttert oder gewechselt. Die Säumerroute führte vom Montafon bis Klosters, weiter nach Davos ins Dischmatal, über den Scalettapass ins Engadin und über den Berninapass weiter bis ins Veltlin in Oberitalien.
Über Jahrhunderte wurde auf dieser Route mit Maultieren, Rossen und – vor allem im Winter – mit Ochsen und Schlitten der Handel mit den Nachbarn abgewickelt. Grossvieh wurde exportiert, Pferde und Zuchtvieh wurden aus dem Allgäu, dem Tirol und dem Montafon importiert. Das häufigste Einfuhrgut war jedoch neben dem lebensnotwendigen Salz aus dem Tirol und aus Venedig (Meersalz) der Wein. Er war gleichzeitig Getränk, Zahlungsmittel, Lohnbestandteil und Hausmittel.
Viele Übergänge zwischen Chiavenna und Bormio kamen für den Weintransport in Frage. Seit dem 16. Jahrhundert ging der Hauptexport jedoch vornehmlich über den Bernina- und Scalettapass. Mit dem Ausbau der Alpenstrassen und dem Aufkommen des Tourismus verlor das Säumerwesen ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts an Bedeutung.
Heute wird Route unter dem Namen Via Valtellina als Natur- und Kulturweg wieder reaktiviert (www.viavaltellina.ch).
Besonderheiten im Berggasthaus Dürrboden
Das Berggasthaus Dürrboden ist nur im Sommer geöffnet, die Saison dauert von Mitte Juni bis ca. Mitte Oktober, abhängig von den Schnee- und Wetterverhältnissen. Die Lage auf 2007 Metern über Meer erfordert besondere Anstrengungen um einen geregelten Betrieb im Berggasthaus zu gewährleisten.
- Der Strom für den Restaurations-Betrieb wird von uns mit einer Wasserturbine selber produziert. Eine Notstromgruppe unterstützt uns, wenn wir mehr Energie benötigen.
- Geheizt wird der Gastraum mit einem Bullerjan, einem kanadischen Holzofen. Das Brennholz transportieren wir vor Saisonbeginn hierher.
- Das notwendige Wasser beziehen wir aus einer Quelle, die selbstverständlich regelmässig durch die Behörde geprüft wird.
- Alle Frischprodukte holen wir frühmorgens mit dem PW in Davos. Die Getränke werden durch die jeweiligen Lieferanten geliefert.
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Im Frühjahr 2008 wurde eine neue und modernste Kläranlage speziell für den Dürrboden gebaut und in Betrieb genommen. Die Bio-Kläranlage ist die erste, die im Kanton Graubünden in dieser Höhe gebaut wurde. Die kostspielige aber wertvolle Investition versieht seither zuverlässig ihren Dienst. Selbstverständlich werden die Werte ständig überwacht und kontrolliert. |
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Der täglich anfallende Abfallberg wird einmal in der Woche abgeholt und der regionalen Kehrichtverbrennung zugeführt.
Tragen Sie Sorge zur Umwelt Liebe Gäste!
Tragen Sie Sorge zu der ökologisch sensiblen Bergwelt.
Werfen Sie keinen Abfall weg. Denken Sie daran, dass z.B. eine im Gebirge weggeworfene Plastikfolie bis zu 40 Jahre braucht, bis sie verrottet ist.
Wenn Sie die Blumen und Pflanzen stehen lassen, freut sich auch der nächste Wanderer an der Pracht. Beachten Sie das kantonale Gesetz über den Schutz von Alpenpflanzen. Viele Pflanzen sind geschützt und dürfen nicht gepflückt oder ausgegraben werden. Da der Fortbestand der Alpenflora gebietsweise ernsthaft gefährdet ist, können die Aufsichtsorgane fehlbare Personen mit bis zu CHF 200.- büssen.
Die Bergbauern sind dankbar, wenn Sie die Wiesen nicht betreten, die Gatter und Abschrankungen wieder schliessen und die weidenden Tiere in Ruhe lassen.
Beobachten Sie die schreckhaften Wildtiere ruhig. Halten Sie Ihren Hund stets unter Kontrolle.
Werfen Sie keine Zündhölzer und Raucherwaren weg. Entfachen Sie bei Trockenheit im Wald und auch auf dem offenen Feld kein Feuer.



